NÖ Forschung & Bildung

Sonderstipendium Exzellenz für Forschungsaufenthalte im Ausland

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Personen, die bereits über einen Doktorats- oder PhD-Abschluss verfügen, eine mindestens 2-jährige Post-Doc-Forschungstätigkeit nachweisen können und eine Einladung eines renommierten ausländischen Forschungsinstitutes vorlegen. Ziel ist es, ForscherInnen bei einem Auslandsforschungsaufenthalt zu unterstützen.

Die Vergabe der Fördergelder erfolgt auf Empfehlung eines Stipendienbeirates durch die NÖ Forschungs- und Biuldungsges.m.b.H. (NFB) im Auftrag des Landes Niederösterreich.

Was wird gefördert?

Post-Doc-Forschungstätigkeiten an einem renommierten Forschungsinstitut im Ausland (weltweit).

Förderzeitraum

Möglicher Förderzeitraum:

  • 12 bis 36 Monate

In diesem Zeitraum kommt es zu maximal 3 Auszahlungen von Förderbeträgen.

Wann können Anträge eingereicht werden?

Die Antragstellung muss in der Einreichphase vor Beginn des Auslandsaufenthaltes erfolgen und erfolgt in mehreren Phasen:

In Phase 1 werden zuerst alle geforderten Dokumente hochgeladen und auf die Erfüllung der vorgegebenen Kriterien überprüft. Nach erfolgter Freigabe zur Förderung erhalten die AntragstellerInnen per Mail eine Verständigung über die Förderbarkeit und es kommt zur ersten Teilzahlung.

Nach 12 Monaten muss eine Aufenthaltsbestätigung über das vergangene Jahr in den Antrag hochgeladen werden. Ist der Aufenthalt bereits nach dem 1. Jahr bzw. 2. Jahr beendet, benötigen wir einen abschließenden Tätigkeitsbericht, damit der Antrag abgeschlossen werden kann.

Wird der Aufenthalt noch bis zum 3. Jahr weitergeführt, so ist ein Zwischenbericht über die Forschungstätigkeit im ersten Jahr vorzulegen. Die weitere voraussichtliche Aufenthaltsdauer ist immer nach jedem Jahr von der ausländischen Institution zu bestätigen.

Am Ende des Aufenthalts erfolgt die Auszahlung der Restsumme (aliquote Restsumme) nach Vorlage des Endberichts und Bestätigung über die restliche Aufenthaltsdauer. Danach wird der Antrag abgeschlossen.

Welche Unterlagen sind erforderlich?

  • Nachweis des Doktorats- oder PhD-Abschlusses.
  • Einladungsschreiben/Aufnahmebestätigung der Gastuniversität oder des Gastinstituts zum Forschungsvorhaben (inklusive genauem Aufenthaltszeitraum, Unterschrift und Stempel).
  • Kosten- und Finanzierungsplan.
  • Beschreibung des Forschungsvorhabens.
  • Nachweis über die Tätigkeit an einer Forschungsstätte in den letzten beiden Jahren.
  • Lebenslauf und Publikationsliste.
  • Nennung der ausländischen Forschungsstätte.
  • Allfällige weitere Empfehlungsschreiben.
  • Einkommensnachweis: dieser ist notwendig, wenn während des Auslandsaufenthaltes ein Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze bezogen wird (keine Förderung bei einem Jahres-Bruttoeinkommen,welches über dem FWF-Gehaltssatz für einen PhD/30 Wochenstunden liegt
  • Bestätigung(en) über sonstige Stipendien, Förderungen, Beihilfen im Rahmen des Auslandsaufenthalts. 

Förderhöhen

Die Förderhöhe beträgt pro Jahr bis zu € 20.000,00 und wird höchstens für drei Jahre vergeben. Die Auszahlungen erfolgen aliquot auf Grundlage der Aufenthaltsdauer.

Pro Jahr können insgesamt bis zu sechs Stipendien vergeben werden.

Einkommensobergrenze

Das Jahres-Brutto-Einkommen darf den FWF-Gehaltssatz für DoktorandInnen (PhD) / 30h-Woche nicht übersteigen. Die Gehaltssätze finden Sie hier.

Als Einkommen werden die Einkunftsarten laut Einkommensteuergesetz (EStG 1988, § 2 Abs.3) gewertet. Diese sind wie folgt:

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 21), Einkünfte aus selbständiger Arbeit (§ 22), Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 23), Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (§ 25), Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 27), Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 28), sonstige Einkünfte im Sinne des § 29 EStG.

Die NFB behält sich vor, ein Stipendium ganz oder teilweise zurück zu fordern, sofern

  • dieses aufgrund unrichtiger Angaben vergeben wurde;
  • allfällige Bedingungen der Förderung nicht eingehalten wurden;
  • das Land Niederösterreich in anderer Weise irregeführt wurde.

Förderrichtlinie Sonderstipendium für Forschungsaufenthalte im Ausland